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Ende September 2008 trafen sich auf Einladung der Initiative "Angermunder gegen Bahnlärm" Vertreter der Angermunder Parteien sowie der Initiative zu einem Informations- und Gedankenaustausch mit dem Ziel, einen Weg zu finden, den Anliegen der Angermunder Bürgern bei den politisch Verantwortlichen und der Bundesbahn Gehör zu verschaffen.
Die Bezirksvertretung 5 hat sich bereits am 05.06.2008 mit einem auf Anregung der Initiative von der CDU eingebrachten Antrag sowie einer Anfrage der SPD befaßt, sich um die Lärmsituation in Angermunder zu kümmern. Es wurde beschlossen, eine neue Messung mit Mitteln der BV durchzuführen.
Zwischenzeitlich wurde allerdings bekannt, dass bis zum Jahresende 2008 neue Berechnungen des Eisenbahn-Bundesamtes vorgelegt werden sollen, daher werden neue Maßnahmen seitens der Bezirksvertretung erst einmal zurückgestellt, bis die Plausibilität dieser neuen Berechnung geprüft werden kann.
Die Teilnehmer des Treffens stellten fest, dass aufgrund der Unwägbarkeiten im Zusammenhang mit den Planungen für RRX nicht gewartet werden kann, bis eventuell im Zusammenhang mit diesem Projekt Lärmschutzmaßnahmen seitens der Bahn vorgenommen werden.
Wie die Initiative bereits mehrmals betonte, geht es um die Verbesserung des aktuellen Zustandes, der sich seit Jahren verschlechtert hat. Es muß jetzt etwas geschehen, nicht erst falls und wenn das RRX Projekt umgesetzt wird beziehungsweise dann, wenn die Position, die für den Streckabschnitt Angermund im Lärmsanierungsprogramm des Bundes (Position 62) vorgesehen ist, erreicht ist, bei der ohnehin nur Lärmschutzvorkehrungen auf einer Länge von 1,3 km vorgesehen sind. Die Initiative lehnt eine solche eingeschränkte Maßnahme kategorisch ab, da alle Bürger in den Schutz einbezogen werden müssen.
Die Anwesenden, darunter Herr Decker (CDU), Herr Horne (SPD), Herr Dr. Röhl und Frau Lohkamp (beide FDP) sagten zu, sich dafür einzusetzen, der Initiative Zugang zu den politischen Entscheidungsträgern bei Bund und Land zu ermöglichen.
Des weiteren wurde vereinbart, sich regelmäßig über neue Entwicklungen und den Stand der Dinge zu informieren.
Die Initiative wird außerdem über ihren neuen Internetauftritt (www.agbl.de bzw. www.angermundergegenbahnlaerm.de) , der zur Zeit erstellt wird, die Angermunder Bürger über den Fortgang informieren. Ebenfalls können interessierte Bürger dort ihre Anregungen zu Gehör bringen.
Die angekündigte öffentliche Versammlung, die für den Herbst unter Einbeziehung von Sachverständigen geplant war, wird erst dann stattfinden, wenn konkretere Informationen und die Ergebnisse der Lärmuntersuchungen vorliegen.
© Cornelia.Rosen